
Der Samariterverein Bassersdorf veranschaulichte den Notfall anhand einer Übung zusammen mit dem Verein für Rettungshunde ReDog, rund um das Pfadiheim Kloten....
Samariterverein probt den erweiterten Ernstfall
Am Freitag, dem 26. August lud der Samariterverein Bassersdorf zu einer grossangelegten Übung ein. Als Gäste waren zwei Hundeführerinnen des Vereins für Rettungshunde ReDog der Regionalgruppe Zürich, zusammen mit Ihren vierbeinigen Rettern eingeladen.
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In der Übung welche in Gruppen absolviert wurde, übernahmen die Hunde das Aufspüren der Vermissten, welche sich mit verschiedensten Verletzungen präsentierten. Da war die verunglückte Pilzsucherin mit einem offenen Knöchelbruch, der gestürzte Biker mit Verdacht auf Schädel-Hirn Trauma ebenso vertreten, wie der Waldarbeiter nach einem Unfall mit der Motorsäge und eine desorientierte Spaziergängerin mit akuter Unterzuckerung. Die Situationen waren aufgrund der Schauspielerischen Leistung der Figuranten zum einen, wie auch dank der Schminkleistung der Übungsleitung zum Andern, sehr Realitätsnah, was den Beübten noch zu zusätzlichem Ansporn verhalf.
Supernasen im Einsatz
Den ersten Teil übernahmen die Hunde. Die Suche der Vermissten gestaltete sich zum Teil schwierig, aufgrund der doch grossen Anzahl von Personen, welche sich im Wald befanden und so die verschiedensten Spuren legten. Dennoch gelang es den ReDog Teams dank der grossen Routine der Führer, wie auch ihrer vierbeinigen Freunde, die Vermissten sehr schnell zu lokalisieren und den Samaritern den Weg zu weisen.
Helfer mit Herz
Am Unfallort zeigten die Teams des Samaritervereins, was sie über die Symptome der verschiedenen Szenarien wussten und übernahmen die Erstbetreuung, wie auch die weitere Alarmierung von zusätzlichen Rettungskräften. Leider schritt die Zeit viel zu schnell voran und die Gruppen begaben sich wieder zu ihrem Ausgangspunkt beim Pfadiheim, wo noch der letzte Teil stattfand. Die Demonstration über die Ausbildung der Hunde. Hier wurden unter kompetenter Führung, Grundübungen der Hunde gezeigt, die der beeindruckenden Leistung der "Retter auf vier Pfoten" lange vorangegangen waren. Es wurde eindrücklich vorgeführt, das wohl auch hier gilt: ohne Fleiss kein Preis.
Zum Schluss konnte dann beim gemütlichen Beisammensein das Erlebte noch einmal diskutiert werden, wobei der Samariterverein Bassersdorf für das leibliche Wohl verantwortlich zeichnete und eine gelungene Veranstaltung ihren krönenden Abschluss fand.
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Wer und was steckt hinter den Helden auf vier Pfoten:
REDOG ist eine gemeinnützige, humanitäre Freiwilligenorganisation. Der Verein stellt dem Bund und den Kantonen rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr geprüfte Spezialistenteams für die Trümmer- und Geländesuche für Einsätze im In- und Ausland zur Verfügung. Als Mitglied der Rettungskette ist REDOG eine von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) anerkannte Organisation und verfügt über Einsatzerfahrung bei humanitären Katastropheneinsätzen. REDOG ist überdies Mitglied des Schweizerischen Roten Kreuzes sowie Partnerorganisation der REGA und der Alpinen Rettung Schweiz (ARS). REDOG ist eine Sektion der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG).
Wenn jede Minute zählt…
Die Suche nach verschütteten oder vermissten Personen ist leider oftmals ein Wettlauf mit dem Tod. Darum zählt im Katastrophenfall jede Minute! Die 12 Regionalgruppen, verteilt in der ganzen Schweiz, können jederzeit über die Notrufnummer der REGA (1414) angefordert werden. Trotz der hochtechnologisierten Zeit, ist die Hundenase auch heute noch das zuverlässigste Ortungsmittel, um menschliche Witterung unter Trümmern und meterdickem Schutt zu lokalisieren. REDOG bildet neben Katastrophenhundeteams auch sogenannte Geländesuchhundeteams aus und macht sich die Hundenase und ihr hervorragendes Riechvermögen auch in dieser Sparte zu Nutze.
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Seit 1982 bildet REDOG nicht nur Katastrophenhunde, sondern auch Flächensuchhunde und Gebirgsflächensuchhunde aus. Solche Hunde und ihre Führer werden in unübersichtlichem und schwer begehbarem Gelände bei der Vermisstensuche eingesetzt. In Feld, Wald und im voralpinen Gebiet sind diese Gelände-Suchunde sehr effizient. Sie finden aber nicht nur die verschollenen Personen, sondern zeigen dem Hundeführer auch Gegenstände (z.B. Rucksäcke oder Kleidungsstücke), die mit menschlicher Witterung behaftet sind, entweder durch Bellen und/oder durch Bringseln an (Apportieren eines am Halsband befestigten Leder- oder Kunststoffriemens). Bis ein Geländesuchhundeteam im Ernstfall eingesetzt werden kann, muss es während ca. drei Jahren in verschiedenen Disziplinen gründlich ausgebildet werden, sogenannte Eignungstests und einen abschliessenden Einsatztest bestehen. Geländesuchhunde müssen über ausgeprägte Lauffreude und Ausdauer verfügen. Gesundheit und Belastbarkeit sind ebenso unabdingbar.
Weitere Informationen finden sie unter: www.redog.ch
Reportage und Bilder: D. Peter/Linsenreflektion.ch & Andrea Derungs
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